MS Project kann auf einem Terminalserver, z.B. Citrix MetaFrame oder Windows Terminalserver installiert werden. Der Vorteil liegt darin, dass sich ressourcenintensive Aufgaben wie z.B. das Aktualisieren des Ressourcenpools erheblich beschleunigen, da diese jetzt praktisch lokal ablaufen. Zudem kann man auf diese Weise sehr einfach den Internet-Zugriff auf MS Project einrichten.
Project Server 2010 kann unter Windows Server 2008 mit Service Pack 2 (nur 64bit) oder neuer installiert werden. Daneben ist die Installation des .NET Frameworks 3.5 SP1 erforderlich. Da Project Server zwingend einen SharePoint Server 2010 voraussetzt, muss dieser zuvor installiert werden.
SharePoint Server benötigt bereits für ein Testsystem mindestens 4 GB RAM und für ein Produktionssystem mindestens 8 GB RAM. Zudem empfehlen wir den Einsatz schneller Festplatten, z.B. SAS mit 15000 U/m oder SSD.
Als Datenbankserver für den Project und die SharePoint Server können Sie einen Microsoft SQL Server 2005 mit Service Pack 3 CU3 (nur 64bit) oder höher einsetzen. Um das vollständige Berichtswesen zu nutzen, benötigen Sie zusätzlich die Analysis Services und Reporting Services, die im Lieferumfang des SQL Server enthalten sind. Mehr Informationen zu den Mindestvoraussetzungen finden Sie in Kapitel 10 unseres Buchs.
Project Server 2007 kann unter Windows Server 2003 mit Service Pack 1 (32 oder 64bit) oder neuer installiert werden. Daneben ist die Installation des .NET Frameworks 2.0 und 3.0 erforderlich. Die Windows SharePoint Services 3.0 (WSS) werden beim Ausführen des Project Server 2007 Setup automatisch installiert. Der Project Web Access (PWA) wird in einer SharePoint Site installiert und kann deshalb nicht mehr unabhängig von den Windows SharePoint Services installiert werden. Sie können den Project Server auch in eine bestehende SharePoint Installation integrieren, in diesem Fall wird nur der Shared Service Provider (SSP) installiert, der dann die Project Server/Project Web Access-Dienste für die Farm bereitstellt. In diesem Kapitel wird jedoch nur die Installation eines eigenständigen Project Server beschrieben.
Als Datenbankserver für den Project Server und die Windows SharePoint Services können Sie sowohl einen Microsoft SQL Server 2000 mit Service Pack 3a oder höher als auch einen Microsoft SQL Server 2005 oder höher einsetzen. Um das vollständige Berichtswesen zu nutzen, benötigen Sie zusätzlich die Analysis Services, die im Lieferumfang des SQL Server enthalten sind.
Die Haupteinschränkung liegt darin, dass mit der MSDE/SQL Server Express die Analysis Services des SQL Servers nicht mitgeliefert werden und somit der Portfolio Analysierer/Datenanalyse im MS Project Web Access nicht nutzbar ist. Daneben unterliegt die MSDE noch weiteren Einschränkungen, u.a. werden keine Administrationstools (z.B. Enterprise-Manager) mitgeliefert, sodass z.B. das Backup über SQL Befehle gesteuert werden muss.
Tipp! Installieren Sie das Service Pack 3a für die MSDE.
MS Project konvertiert jeweils nur das Format der Vorgängerversion die aktuelle Version. Ausnahme ist MS Project 2002, das auch das Dateiformat von MS Project 98 unterstützt. MS Project 2000, 2002 und 2003 verwenden das gleiche Dateiformat.
Wird mehr als eine Programmversion übersprungen, so benötigt man jeweils die Zwischenversionen. Diese gibt es auch als kostenlose Testversionen mit begrenzter Laufzeit, die man für die Migration der Daten verwenden kann.
Die Import- und Exportfunktion von MS Project erlaubt eine präzise Definition von Schemata für den Datenaustausch. Hier verwendet wählt man unter Datei - Öffnen... bzw. Speichern unter... im folgendem Dialog einen geeigneten Dateityp z.B. CSV, TXT, XLS usw. aus und definiert danach das entsprechende Schema nach den konkreten Anforderungen.
Unser Buch zu Microsoft Project 2010 und Project Server 2010